Wanderung zu den Sehenswürdigkeiten am Dachtelfeld

 

Dachtelfeldkarte
1 Waldparkplatz Langenfeld; 2 Blutbachquelle; 3 Dachtelfelhütte; 4 Südwehe; 5 Moosköpfe; 6 Hohenstein, 7 Weg zum Parkplatz  zwischen Ppl.Fösterlaube u. Steinbruch ; 8 Pakrplatz Förterlaube; 9 Sünetlturm

Die eindrucksvolle Landschaft um das Dachtelfeld, der Hochebene im Grenzgebiet der Städte Bad Münder, Hessisch Oldendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) und der Gemeinde Auetal (Landkreis Schaumburg), ist aus allen Himmelsrichtungen gut zu erwandern. Wählt man als Startpunkt der Wanderung den Waldparkplatz bei Langenfeld, so hat dies gegenüber den sich alternativ bietenden Startorten (Bakede, Beber, Herriehausen und etwa der Pappmühle bei Zersen) den Vorteil, dass man sich bereits auf der Hochebene befindet und sich somit den mitunter recht steilen Berganstieg ersparen kann. Die Wanderwege sind recht gut beschildert und bei trockenem Wetter sind die Hauptwege auch mit einem robusten Tourenrad gut zu befahren.

 

Die hier beschriebene Route führt vom Waldparkplatz Langenfeld ( aus Richtung Hattendorf nach dem Ortsschild Langenfeld die erste Straße links abbiegen ( etwa Ortsmitte) und dann rechts halten, - aus Richtung Segelhorst, Barksen und Zersen nach dem Ortsschild erste Straße rechts abbiegen  (etwa Ortsmitte) und dann rechts halten) zuerst zur Dachtelfeldhütte, dann zur Südwehe und an der Blutbachquelle vorbei zum Waldparkplatz zurück. (Alternative Möglichkeiten finden Sie hier kursiv geschrieben.) Es werden bei gemütlicher Gehweise knapp zwei Stunden benötigt.

 Vom Waldparkplatz in Langenfeld führt ein zunächst noch asphaltierter Weg wenige Schritte auf den Waldrand zu. Hier gabelt er sich ein erstes Mal (A).Moosköpfe (Rechts gelangt der  Wanderer  bergab „über die Moosköpfe“ zur Baxmann-Baude von wo aus er die Höhen des Hohensteins (330m ü.n N. ) erklimmen kann.) 

Moosköpfe
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Wegweiser Links geht es zur Blutbachquelle, zum Dachtelfeld und zum Süntelturm. Zunächst geht man eine Weile am Waldrand entlang. Bei guter Sicht ist zur Linken, hinter dem Auetal, der Bückeberg zu sehen. In der Nähe des auf seinem Kamm stehenden Sendeturms befindet sich ein Steinbruch, in welchem der zu recht weltberühmte Sandstein gebrochen wird. Mitunter finden sich in den dort gebrochenen Sandsteinplatten noch die Trittsiegel der „dort“ einst beheimateten Dinosaurier.

(Kurz bevor der Weg  gänzlich in den Wald führt geht rechts auch schon ein Pfad Richtung Blutbachquelle ab (B). Wer schon von hier zur Quelle möchte muss sich links halten (C).)

Geht man geradeaus weiter, so gelangt man nach einer Weile auf  eine größere Kreuzung (D).

Zum Dachtelfeld folgt man dem Wegweiser nach rechts.  (Auch von diesem Weg kann man wieder zur Blutbachquelle gelangen, wenn man rechts abbiegt ( E/ F).)

Nach einem längerem Geradeausweg gabelt sich die Wanderstrecke (G). (Rechts erreicht man die Südwehe und die Blutbachquelle.) Links findet sich der Weg zum Dachtelfeld, wo man nach wenigen Minuten rechts (H) zur Dachtelfeldhütte und zur Wiese mit ihren Süntelbuchen gelangt.

Dachtelfeldhüttte 

Auf diesem 355 m hohen Süntel-Plateau tobte im Jahre 782 eine Schlacht zwischen den Franken unter Karl dem Großen  und  den Sachsen mit ihrem  Herzog Widukind an der Spitze. Das Gemetzel soll dem Blutbach seinen Namen gegeben haben. Im Jahr 785 musste Widukind der Übermacht der Franken nachgeben und ließ sich taufen, wobei Karl selbst sein Pate gewesen sein soll
Schlachtschild
 

Hier am Dachtelfeld finden sich einige wenige Buchen, welche sich gewaltig von den schätzungsweise 30 Millionen anderen Buchen in Niedersachsens Wäldern unterscheiden.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Buche dreißigmal weniger Arten hervorgebracht hat als ihre „Schwester“ die Eiche, kann man bei der Süntelbuche sicher von einer besonderen  botanischen Rarität sprechen.

gut 100 jährige Süntelbuchen nähe Dachtelfeldhütte   Hierbei handelt es sich um eine Varietät der Rotbuche. Im Gegensatz zu dieser bildet sie keine hohen, schlanken geraden Stämme aus, sondern einen kurzen, dicken Stamm mit leichtem Drehwuchs, der sich bis in die Zweige fortsetzt. Ihre Krone ist breit ausladend und zersaust. Ihr auffälligstes Merkmal aber sind die knickförmig hin- und hergebogenen Äste, die sich sogar zu Schlingen bilden können. Mitunter können Äste auf dem Boden zum Aufliegen kommen und an diesen Stellen Wurzeln bilden.
Drehwuchs der Süntelbuche Der letzte aus diesen seltsamen Bäumen bestehende Wald fand sich bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Hülseder Berg. Nach 1843 wurde dieses nutzlose „Teufelsholz“ abgeholzt. In öffentlichen Parks und auf Gutshöfen soll es noch zwischen 50 und 100 dieser Buchen geben, einige Exemplare gingen als Geschenke nach Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark und Schweden. Im Süntel selbst gibt es nur noch etwa 15 ältere dieser Süntelbuchen, ca. 50 dieser Bäume wurden vom Fortsamt Hessisch Oldendorf neu angepflanzt. Ein Teil dieser jüngeren Bäume findet sich am Rand der Dachtelfeldwiese.

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Um zur Südwehe und zur Blutbachquelle zu wandern, muss man nun zunächst einen Teil des bisherigen Weges wieder zurückgehen. An der Weggabelung, an der zuvor nach links zum Dachtelfeld abbog (G) hält man sich nun geradeaus. Dieser Weg ist schlechter begehbar als die zuvor begangenen Wege und wird zur Blutbachquelle hin zu einen mitunter stolpergefährlichem  Trampelpfad.

Blick von der Südwehe rechtsDie Südwehe hat fast „Hohensteinqualität“. Die Felswände fallen steil ab, so dass Vorsicht geboten ist. Entlohnt wird der Wanderer mit einem eindrucksvollen Blick auf eins der tiefen Seitentäler des Süntels.Blick von der Südwehe links Bei guter Sicht erkennt man gegenüber der Südwehe eine Steilwand „im Rücken“ des Hohensteins. Den Hohenstein selbst findet man nach rechts schauend.

Blick von der Südwehe nach unten
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Folgt man dem Pfad weiter, so stößt man bald auf einen nach rechts abknickenden, breiteren Forstweg (I). (Dieser führt gerade zurück auf den Weg zur Dachtelfeldhütte.)Blutbachquelle Geht man  den schmalen  Pfad weiter, so erreicht man die Blutbachquelle direkt.

 

Blutbachquelleé

Wählt man anschließend den kurzen steilen Anstieg gegenüber der Quelle (J), so ist schon bald der Weg in Sicht, welcher links zurück zum Waldparkplatz Langenfeld führt (C/B).