Wanderung zu den Sehenswürdigkeiten am Dachtelfeld
Die eindrucksvolle Landschaft um das Dachtelfeld, der Hochebene im Grenzgebiet der Städte Bad Münder, Hessisch Oldendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) und der Gemeinde Auetal (Landkreis Schaumburg), ist aus allen Himmelsrichtungen gut zu erwandern. Wählt man als Startpunkt der Wanderung den Waldparkplatz bei Langenfeld, so hat dies gegenüber den sich alternativ bietenden Startorten (Bakede, Beber, Herriehausen und etwa der Pappmühle bei Zersen) den Vorteil, dass man sich bereits auf der Hochebene befindet und sich somit den mitunter recht steilen Berganstieg ersparen kann. Die Wanderwege sind recht gut beschildert und bei trockenem Wetter sind die Hauptwege auch mit einem robusten Tourenrad gut zu befahren.
Die hier beschriebene Route führt vom Waldparkplatz Langenfeld
( aus Richtung Hattendorf nach dem Ortsschild Langenfeld die erste Straße links abbiegen (
etwa Ortsmitte) und dann rechts halten, - aus Richtung Segelhorst, Barksen und Zersen nach dem Ortsschild erste Straße rechts abbiegen (etwa Ortsmitte) und dann rechts halten)
zuerst zur Dachtelfeldhütte, dann zur Südwehe und an der Blutbachquelle vorbei zum Waldparkplatz zurück. (Alternative Möglichkeiten finden Sie hier kursiv geschrieben.)
Es werden bei gemütlicher Gehweise knapp zwei Stunden benötigt. Vom Waldparkplatz in Langenfeld führt ein zunächst noch asphaltierter Weg wenige Schritte auf den Waldrand zu. Hier gabelt er sich ein erstes Mal (A).
(Kurz bevor der Weg gänzlich in den Wald führt geht rechts auch schon ein Pfad Richtung Blutbachquelle ab (B). Wer schon von hier zur Quelle möchte muss sich links halten (C).) Geht man geradeaus weiter, so gelangt man nach einer Weile auf eine größere Kreuzung (D). Zum Dachtelfeld folgt man dem Wegweiser nach rechts. (Auch von diesem Weg kann man wieder zur Blutbachquelle gelangen, wenn man rechts abbiegt ( E/ F).) Nach einem längerem Geradeausweg gabelt sich die Wanderstrecke (G). (Rechts erreicht man die Südwehe und die Blutbachquelle.) Links findet sich der Weg zum Dachtelfeld, wo man nach wenigen Minuten rechts (H) zur Dachtelfeldhütte und zur Wiese mit ihren Süntelbuchen gelangt.
Auf diesem 355 m hohen Süntel-Plateau tobte im Jahre 782 eine Schlacht zwischen den Franken unter Karl dem Großen und den Sachsen mit ihrem Herzog Widukind an der Spitze. Das Gemetzel soll dem Blutbach
seinen Namen gegeben haben. Im Jahr 785 musste Widukind der Übermacht der Franken nachgeben und ließ sich taufen, wobei Karl selbst sein Pate gewesen sein soll Hier am Dachtelfeld finden sich einige wenige Buchen, welche sich gewaltig von den schätzungsweise 30 Millionen anderen Buchen in Niedersachsens Wäldern unterscheiden. In Anbetracht der Tatsache, dass die Buche dreißigmal weniger Arten hervorgebracht hat als ihre „Schwester“ die Eiche, kann man bei der Süntelbuche sicher von einer besonderen botanischen Rarität sprechen.
Um zur Südwehe und zur Blutbachquelle zu wandern, muss man nun zunächst einen Teil des bisherigen Weges wieder zurückgehen. An der Weggabelung, an der zuvor nach links zum Dachtelfeld abbog (G) hält man sich nun geradeaus. Dieser Weg ist schlechter begehbar als die zuvor begangenen Wege und wird zur Blutbachquelle hin zu einen mitunter stolpergefährlichem Trampelpfad.
Folgt man dem Pfad weiter, so stößt man bald auf einen nach rechts abknickenden, breiteren Forstweg (I). (Dieser führt gerade zurück auf den Weg zur Dachtelfeldhütte.)
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