Über den Schneegrund zur Höllenmühle Rohdental/Langenfeld (boh). Dass Hessisch Oldendorf einen hohen Stellenwert als Naherholungsgebiet besitzt, beweist einer der eindrucksvollsten Wanderwege vom Rohdental nach Langenfeld in Richtung des größten natürlichen Wasserfalls Niedersachsens.
P1: Parkplatz „Rohdental“; P2: Waldparkplatz „Amelungsburg“; P3: Parkplatz „am Friedhof“
Vom Startpunkt auf dem linken Parkplatz hinter dem Ortsausgangsschild Rohden geht es über den Wanderweg „Schneegrund“ – zwischen Amelungsberg
und Iberg gelegen – etwa vier Kilometer durch einen ursprünglich gehaltenen Laubmischwald vorbei am Naturfreundehaus Richtung Langenfeld. Gutes
Schuhwerk ist nötig, da es mehrere Höhenmeter zu überwinden gilt. In Langenfeld angekommen, führt die Straße „Zu den Wasserfällen“ den Wanderer zur
Höllenmühle. Die Mühle wurde als Wassermühle von Cordt Buhre 1664 am Höllenbach gegründet. Als Wassermühle war sie bis 1922 in Betrieb. Heute dient
die Mühle als Wohnhaus und befindet sich in Privatbesitz. Zwischen 1985 und 1986 wurde unmittelbar vor der Mühle der Mühlenstauteich wieder
hergerichtet. Als gelungenes Renaturierungsobjekt hat sich der Teich zu einem Biotop mit zahlreichen seltenen Amphibien und Insekten entwickelt und ist
stets von Kindern gern besucht. Das gesamte Ensemble zeugt von gelungener Restaurierung und dem Erhalt alter Traditionen. Rechts an der Mühle vorbei
führt ein kleiner Wanderweg Richtung „Langer Jammer“. Wer die kleine Holzbrücke überquert, sieht nach wenigen Metern den Wasserfall, in ein Feuchtgebiet
eingebunden. Um dieses Areal zu schützen, ist der Wasserfall nicht frei zugänglich, sondern von einem Zaun umgeben. Der Besucher steht 150 Meter vom
Wasserfall entfernt, kann ihn aber gut einsehen. Hier stürzt der Höllenbach etwa dreißig Meter über ein Felsplateau in die Tiefe. Die Stadt Hessisch Oldendorf signalisierte, dort eine Aussichtsplattform für Wanderer zu schaffen. © Dewezet, 21.07.2001 |
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